Das Kerbschnitzen ist eine der ältesten ornamentalen Künste. Sie ist bei vielen Völkern bekannt. Bereits in grauer Vorzeit ritzte man in Stein oder Holz Ornamente. Diese wurden zur Verzierung an Gebrauchsgegenständen, Dachstühlen und zum Teil auch an heiligen Stätten angebracht.

Beim Kerbschnitzen werden Muster mit Zirkel und Bleistift auf z. B. Holz gezeichnet und anschließend mit scharfen Messern ausgestochen beziehungsweise geschnitten. Es entstanden vertiefte Muster, die durch ihre häufige Wiederholung einen gefälligen Eindruck hinterließen. Es werden häufig Hölzer mit gleichmäßiger Maserung verwendet. Es eignet sich Linde, Erle, Birnbaum, feinjährige Fichte und Zirbelkiefer.