1986 – Alles begann im Jahr 1986 als Schnitztalent Alfred Muster von seinem Nachbarn, Herrn Alexander Baumhackl, eine Einladung zu einem Kerbschnitzkurs beim Gasthaus Ossi in Rabenhof bekam. Alfred Muster besuchte diesen Kurs, den Herr Hans Ruspeckhofer aus Pregarten, Oberösterreich, leitete. Da entstand die Idee, auch in Lebring einen Kerbschnitzkurs durchzuführen.

1987 –Am 04.01.1987 startete dann ein Kerbschnitzkurs für Anfänger im Keller der Buschenschank Neukirchner. Zur Freude des Kursleiters Hans Ruspeckhofer kamen auf Anhieb gleich 28 Teilnehmer, die sich mit dem Material Holz auseinandersetzen und den Umgang mit dem Kerbschnitzmesser erlernen wollten. Es mussten sogar zwei Durchgänge gemacht werden, einer am Nachmittag und einer am Abend, da nicht alle Personen gleichzeitig Platz fanden

Kerbschnitzkurs 1987 ( von Links Kursleiter H. Ruspeckhofer, Obmann A. Muster)

1988 – In diesem Jahr fand der erste Reliefschnitzkurs statt bei dem Ornamente, Pendeluhren, Kreuze und Hausnummern geschnitzt wurden.

1989 – Voller Stolz wurden 1989 die in gemeinsamer Arbeit der Schnitzerrunde geschaffenen Ortsbegrüßungstafeln an die Gemeinde Lebring St. Margarethen übergeben. Außerdem fand ein gemeinsames Relievschnitzen mit Herrn Hans Ruspeckhofer statt bei dem Motive wie zB das Letzte Abendmahl, Pflüger, Madonna usw geschnitzt wurden.

1990 – Unter dem Motto „Freude am Schnitzen“ wurde die Lebringer Schnitzerrunde nun offiziell gegründet. Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Obmann:  Alfred Muster
Obmann Stv.: Walter Draxler
Kassier: Anni Stoisser
Kassier Stv.: Franz Bierbacher
Schriftführer: Josef Trost
Schriftführer Stv.: Walter Frey
Beiräte: Karl Braunegger, Helfried Reimoser, Franz Haslacher, Karl Steininger

1996 – Der erste Maibaum wurde geschnitzt, geschmückt und feierlich aufgestellt. Seitdem ist das Maibaumschnitzen ein alljährlicher Fixpunkt im Terminkalender der Lebringer Schnitzerrunde.

1994 – Mit dem freischaffenden Künstler Richard Gert aus Wagendorf wurden Madonnen geschnitzt. Herr Franz Stadlhofer aus Kärnten lehrte das Schriften schnitzen.

2000 – Am 28.05. fand am Buchkogel die Einweihung eines Bildstocks mit dem geschnitzten Heiligen Josef, dem Schutzpatron für holzverarbeitende Berufe, durch Pfarrer Dr. Peter Brauchart statt. Für den musikalischen Rahmen sorgte Herr Alois Kurzmann, unterstützt durch einige musikalische Vereinsmitglieder.
Der Hl. Josef wurde als Rohling von Frau Wild zur Verfügung gestellt und mit der Bitte zum Fertigschnitzen und diesen dann an einem schönen Platz aufzustellen an Herrn Alfred Muster übergeben. Herr Josef Griebitsch hat eine Art Marterl mit Kalkstein vom Buchkogel gemauert. Darauf wurde der von Karl Braunegger und Rudolf Gutjahr hergestellte Dachstuhl gesetzt. Für das Schindeldach war Siegfried Knopp zuständig und für das Giebelkreuz Josef Neukirchner. Das schmiedeeiserne Türl hat Franz Jöbstl hergestellt. Bei allen Arbeiten haben die Mitglieder tatkräftig mit angepackt.
Seit damals findet alljährlich am letzten Sonntag im Mai eine Maiandacht beim Heiligen Josef statt.

2002 – Seit 2002 ist der Verein Teilnehmer bei der größten volkskulturellen Veranstaltung Österreichs, dem Aufsteirern, welche einmal im Jahr in der Grazer Altstadt stattfindet. Unter Anleitung der geübten Schnitzer dürfen die Gäste immer nette Kleinigkeiten wie Aufsteirerstöcke, Edelweiß oder Zauberstäbe schnitzen und als Andenken mit nach Hause nehmen. Sogar der TV-Sender Servus TV ist auf den Verein aufmerksam geworden und hat einen Beitrag mit Interviews erstellt.

2004 – Für alle Liebhaber der Weisenbläsermusik gab es bei der diesjährigen Maiandacht ein Weisenbläsertreffen. Der Einladung folgten die Weisenbläser Kitzeck, Rosenkogler und die Lebringer Weisenbläser (Franz Müller, Gerhard Widegger, Hans Kaufmann, Gebhard Sauseng und Rudolf Gutjahr).

2006 – Marburg war in diesem Jahr Kulturhauptstadt und zusammen mit dem slowenischen Schnitzverband ZRMLS durften wir dort eine Schnitzerausstellung präsentieren.
Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war die feierliche Ausstellung der Heiligen Familie in Lebensgröße in einer Krippe im Vorraum des Marktgemeindeamtes Lebring-St. Margarethen. Geschnitzt und bemalt wurden die Figuren von 15 Schnitzern in 525 Arbeitsstunden unter der Leitung von Herrn Rudolf Rosenfelder aus Kärnten.

Leider gab es in diesem Jahr nicht nur freudige Ereignisse, sondern auch ein sehr trauriges. Obmann Alfred Muster verstarb nach schwerer Krankheit und der Verein musste von einem Freund und engagierten Schnitzerkollegen Abschied nehmen.

Auf Vorschlag des Obmann Stellvertreters Walter Draxler wurde Rudolf Gutjahr zum Nachfolger gewählt.

Lebensgroße Christusfamilie in der Marktgemeinde Lebring

2008 – Rudolf Rosenfelder hat sich wieder einmal für den Verein Zeit genommen und ist aus Kärnten für ein Spezialseminar angereist. Perchtenmasken standen am Stundenplan, je grusliger desto besser!

2014 – Um auch Kindern Handwerksarbeit näher zu bringen, wurde mit den Schülern in der NMS Lebring St. Margarethen, eine alpenländische Schulkrippe gebaut und Spazierstöcke geschnitzt. Das Spazierstock schnitzen fand auch in der NMS Ehrenhausen und im Naturparkzentrum Grottenhof Leibnitz großen Anklang.

2015 – Es wurden neue Ortstafeln geschnitzt und die Rahmen der Ortseinfahrtstafeln saniert.

Neue Lebringer Ortstafel

2016 – Nistkästen mit einem lachenden Gesicht, dem Einflugloch beim Auge und einer Zigarette im Mund als „Sitzgelegenheit vor dem Haus“ für die Vögel wurden im Vereinshaus ausgestellt.

Der Nistkasten vor dem Vereinshaus

Sonstige Veranstaltungen und Ausstellungen

  • Alljährlicher Tagesausflug zum Thema Holz und Schnitzereien
  • Veranstaltung von Pinkerlbällen
  • Ausstellungen von Weihnachtskrippen in Leibnitz, am Grazer Schoßberg, Retzhof, Naturparkzentrum Leibnitz, Mellach, Slivnica Slo.
  • Wandertage
  • Adventfeier beim Buschenschank Neukirchner
  • Schnitzen mit Kindern im Regioneum Kaindorf (Grottenhof)